Geldverschwendung bei psychosozialer Betreuung von Flüchtlingen

Die Anzahl der Stellen beim Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Jena ist stark gestiegen von 2,8 Vollzeitkräften im Jahr 2015 und 5,24 Vollzeitkräfte im Jahr 2016 auf 13,22 Vollzeitkräfte dieses Jahr. Hinzu kommt die Eröffnung eines weiteren Zentrums in Erfurt im Jahr 2016. Diese beiden Zentren finanziert seit dem 1. Juni 2016 ausschließlich die Landesregierung. Ab dem 1. Juni 2016 zahlte die Landesregierung 163.203 Euro. Für 2017 hat sie für alle Angebote der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen 710.000 Euro in den Landeshaushalt eingestellt. Davon haben zum Stichtag 12. April 2017 die beiden Zentren 80.000 Euro abgerufen.

Darüber hinaus fördert die Landesregierung seit dem 1. Juni 2016 ein Angebot der IPSO gGmbH (International Psychosocial Organisation), dass „die Ausbildung von 28 muttersprachlichen Counselorn für eine niedrigschwellige psychosoziale Erstberatung der Flüchtlinge u.a. mittels einer Video-Online-Sprechstunde“ beinhaltet. Im Jahr 2016 zahlte die Landesregierung 328.305 Euro an die IPSO gGmbH aus und 2017 bis zum Stichtag 12. April bisher 69.383 Euro.

Dazu sagt Stephan Brandner, justizpolitischer Fraktionssprecher:

„Für die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen gibt die Landesregierung viel zu viel Geld aus, das an anderer Stelle fehlt. Unsere Kinder müssen zum Unterricht in marode Schulgebäude, weil die Landesregierung lieber Ideologieprojekte fördert. Es ist schlicht unsinnig, ‚Counselorn‘ für ‚Video-Online-Sprechstunden‘ auszubilden. Den Bürgern ist es zudem nicht vermittelbar, dass sie monatelang auf einen Termin beim Psychologen oder Psychiater warten, aber mit ihrem Steuergeld bizarre Angebote für Flüchtlinge bezahlen sollen. Die Landesregierung hat ja nicht einmal eine statistische Grundlage für die ‚Behandlungen‘ der Flüchtlinge und weiß nicht, wie viele überhaupt objektiv Hilfe nötig hätten.“