Erfurt zahlt Millionenbetrag für Asylunterkunft und bringt dort niemanden unter

Die Stadt Erfurt hat im September 2015 einen ehemaligen Baumarkt in der Weimarischen Straße angemietet, um dort Asylbewerber unterzubringen. Der Vertrag hat laut Medienberichten eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Kosten belaufen sich auf 2.677.500 Euro. Die Stadt Erfurt bringt in dem ehemaligen Baumarkt allerdings keine Asylbewerber unter. Vielmehr hat sie für deren Unterkunft im Stadtgebiet verteilt Containeranlagen aufgestellt.

Dazu sagt Corinna Herold, Erfurter AfD-Landtagsabgeordnete:

„Die rot-rot-grünen Stadtoberen um SPD-Oberbürgermeister Andreas Bausewein lagen im September 2015 nach Merkels Grenzöffnung im Willkommensrausch und haben den Baumarkt angemietet, obwohl die Miete zu hoch, die Vertragslaufzeit zu lang und die Unterkunft ungeeignet ist. Dieser sorglose Umgang mit öffentlichen Geldern ist typisch für die in Erfurt regierenden Linken. Auf ähnliche Weise haben sie auch das Finanzdebakel rund um die Multifunktionsarena verursacht. Angesichts der zahlreichen Leerstellen, zum Beispiel bei der Förderung des Breitensports oder bei der Schulsanierung, ist das ein unverantwortliches Vorgehen.

Ich fordere, dass die Stadt Erfurt den Baumarkt für die Unterbringung von Obdachlosen im Winter einsetzt. Die Halle ist mit Küchenzeilen, Waschmaschinen, Toilettenanlagen und nach Geschlechtern getrennten Duschanlagen gut eingerichtet und mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar.“