Treffen mit Gewerkschaft der Polizei

Mit Vertretern der Gewerkschaft der Polizei (GdP) traf sich am Dienstag, dem 3. März, die AfD-Landtagsabgeordnete Corinna Herold. Sie vertrat Jörg Henke, Mitglied des Innenausschusses, der terminlich anderweitig gebunden war. Ziel der Zusammenkunft war es seitens der Fraktion, sich aus erster Hand über die anstehenden Probleme und Wünsche der Thüringer Polizei informieren zu lassen.

Die Vertreter der GdP berichteten, dass die Thüringer Bereitschaftspolizei chronisch unterbesetzt sei.
Zwar habe sie eine Sollstärke von 485 Polizisten, allerdings seien nur knapp 400 Stellen besetzt. Bei Anforderungen der Bereitschaftspolizei aus anderen Bundesländern zu sogenannten Großlagen wirke sich dieser personelle Mangel nachteilig für Thüringen aus. Außerdem fallen bei Unterbesetzung dieser Abteilung für die anwesenden Kollegen mehr Überstunden an, die oft lange vor sich hergeschoben werden.

Bei der Politik mahne der GdP dringend ein Personalentwicklungskonzept für die Thüringer Polizei an. In den nächsten Jahren gehen ca. 170 Polizisten pro Jahr in den Ruhestand, ungefähr 15 bis 20 pro Jahr versterben vor Erreichen der Altersgrenze. Demgegenüber stehen nur 130 Neueinstellungen pro Jahr im Vollzugsdienst. Die Lösung des Problems läge nach Auffassung der GdP darin, in Thüringen mehr Polizisten auszubilden. Das wiederum werde derzeit von einem relativen Mangel an geeigneten Bewerbern gebremst. Dem ließe sich unter Umständen abhelfen, indem die Attraktivität des mittleren Dienstes durch Verbesserung bei Besoldung und Beförderungsregeln gestärkt werde. Hin und wieder vermissen die Beamten auch den uneingeschränkten Rückhalt vorgesetzter Dienststellen in politisch oder gesellschaftlich umstrittenen Situationen.

Frau Herold bedankte sich für das informative Gespräch und kündigte die Unterstützung der AfD-Fraktion an, da die innere Sicherheit ein Schwerpunktthema der AfD ist.