Pumpspeicherkraftwerk Schmalwasser: mehr Bürgerbeteiligung nötig!

Die Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerks bei Tambach-Dietharz steht aktuell in der Diskussion.
Die AfD-Fraktion wird alle betroffenen Interessenvertreter einladen und sich ihre Argumente anhören. „Wichtig ist uns, dass die Bürger vor Ort weiter eingebunden und gehört werden, damit eine Entscheidung für oder gegen das Pumpspeicherkraftwerk Schmalwasser möglichst große Akzeptanz findet“, erklärt der energiepolitische Sprecher und parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Stefan Möller.

Die AfD sieht Projekte wie den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks kritisch, wenn dies mit einer umweltfreundlichen Energieversorgung begründet wird, dafür aber weitgehend unberührte Natur geopfert werden soll. Möller hat am vergangenen Samstag erstmals am Runden Tisch „Trianel Wasserspeicherkraftwerk Schmalwasser“ in Tambach-Dietharz teilgenommen. Er konnte feststellen, dass durchaus auch Argumente für das Schmalwasser-Projekt von Bürgern und Teilnehmern des Runden Tischs ins Feld geführt wurden und nicht von vornherein feststellbar ist, ob die Mehrheit der betroffenen Bürger für oder gegen dieses Projekts ist. Vom sachlichen Diskurs der Bürger und Teilnehmer des Runden Tischs war Möller beeindruckt.

Die Fraktion wird sich mit dem Für und Wider des Pumpspeicherkraftwerks Schmalwasser auseinandersetzen. „Dies beginnt bei den Beeinträchtigungen für Mensch und Natur sowie der Wasserqualität. Wir werden uns aber auch mit einer möglichen Berücksichtigung des Pumpspeicherkraftwerks in einem Tourismuskonzept befassen, bei dem die Erfahrungen anderer Anlieger von Pumpspeicherkraftwerken herangezogen werden. Auch die erwartete Steigerung des Gewerbesteueraufkommens, die Eignung des Planungsbereichs und die erwartete Rentabilität eines entsprechenden Pumpspeicherkraftwerks werden wir uns im Detail anschauen, bevor wir eine abschließende Stellungnahme zu diesem Projekt vornehmen“, so Möller.