Umweltausschuss: Ökologische Folgen von Wasserkraftanlagen

Die AfD-Fraktion hat die negativen Folgen der Wasserkraftnutzung als Thema der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Naturschutz am Mittwoch, den 21. April, im Thüringer Landtag beantragt. Vor dem Hintergrund bedenklicher Eingriffe in die Natur hat sie die Landesregierung aufgefordert, ihre Strategien zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und zum Schutz der Flüsse vorzustellen. Dazu sagt Jens Krumpe, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion: „Gerade einmal 3,3 Prozent des Stroms stammen nach letzten Berechnungen aus der Wasserkraft. Dieser geringe Anteil an der Stromerzeugung darf aber nicht zu einer Beeinträchtigung der Gewässerökologie führen. Die Ausschusssitzung soll darüber Auskunft geben, ob und wie es der Landesregierung gelingen kann, die Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen und die Flüsse vor weiteren Eingriffen zu schützen. Die AfD setzt sich dafür ein, energiepolitisch vernünftige Lösungen zu finden, die die Energieerzeugung und den Naturschutz in Einklang bringen.“

Die mit der Stromerzeugung von Wasserkraftanlagen verbundenen Eingriffe in die Gewässerökologie stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der Debatte um die Vereinbarkeit von Naturschutz und der Nutzung der Wasserkraft. Querverbauungen, ausgetrocknete Flusswege und der massenweise auftretende Tod von Fischen in den Turbinen der Wasserkraftanlagen haben zu heftiger Kritik an dieser Form der Stromerzeugung geführt.