Höcke: Keine Vorverurteilung wegen Vorfällen an Schule in Worbis

Im Fall des Handgemenges an einem Worbiser Gymnasium zwischen dem Schulleiter und einer Schülerin ruft Björn Höcke, AfD-Kreisverbandschef im Eichsfeld und Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, zu Sachlichkeit auf: „Jenseits von Hype und Hysterie muss der Sachverhalt ohne Vorverurteilungen und in Ruhe analysiert werden.“ Einseitige Schnellschüsse, wie die Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Astrid Rothe-Beinlich an die Landesregierung, lehnte Höcke ab. „Frau Rothe-Beinlich gibt sich nicht einmal die Mühe, den Vorfall unvoreingenommen zu prüfen. Mit ihrer Suggestivfrage nach den Konsequenzen des ‚Übergriffs des Schulleiters‘ gießt sie Öl ins Feuer, anstatt die Prüfung durch die verantwortlichen Behörden abzuwarten.“

Das Landratsamt und das Schulamt haben aufgrund von Sicherheitsbedenken ein Konzert an dem Curie-Gymnasium in Worbis abgesagt. „Damit haben die Behörden eine Entscheidung gefällt und diese müssen die Schüler – bei allem Verständnis für ihre Enttäuschung über das abgesagte Konzert – akzeptieren. Wenn Schüler daraufhin eine Protestaktion im Schulhof abhalten, zeigt sich, dass Autorität heutzutage oftmals nicht mehr anerkannt wird; dafür kennt der Hype keine Grenzen. In Schulen ist Respekt und Akzeptanz der Entscheidungen des Lehrkörpers und der Schulbehörden unerlässlich. Unabhängig davon darf es aber keine körperlichen oder verbalen Angriffe auf Schüler geben. Inwieweit dies in diesem Fall geschehen ist, muss natürlich geprüft werden. Es sollte aber auch untersucht werden, ob der Druck, der auf Lehren und Schulleitern lastet, eine Rolle spielt“, sagt Höcke.

Höcke, der vor seiner Wahl in den Landtag selbst als Gymnasiallehrer gearbeitet hat, verweist auf die permanente Überforderungssituation für Lehrer und insbesondere Schulleiter im Schulalltag. Täglich gäbe es hunderte Kommunikationserfordernisse. Dazu zählen pädagogische und fachliche Gespräche, Streitschlichten unter Schülern oder Aussprachen mit aufgebrachten Eltern. „Außerdem müssen die Lehrer immer öfter Erziehungsaufgaben von Eltern übernehmen. Es ist klar, dass das zusammen das Schulpersonal an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit bringt“, schließt Höcke