Irrungen und Wirrungen





Die EU ist nicht Europa. Die synonyme Verwendung beider Begriff durch die Altparteien ist falsch. 
Wer gegen die EU ist, der ist kein Antieuropäer. Im Gegenteil, derjenige, der der Brüsseler Bürokratie mit ihrem Zentralisierungs- und Homogenisierungswahn den Kampf angesagt, hat oftmals das richtige Verständnis vom wahren Wesen und Werden Europas. 

Der real existierende Kasinokapitalismus ist nicht Marktwirtschaft. Die klassische Volkswirtschaftslehre gründet die Marktwirtschaft auf die Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital. Wenn diese Produktionsfaktoren in einem austarierten Verhältnis zueinander stehen, erzielen marktwirtschaftliche Systeme eine bestmögliche Ressourcenallokation, die geeignet ist, ökonomische und ökologische Erfordernisse zu versöhnen.



Der Begriff „Kapitalismus“ impliziert die dominierende Rolle des Produktionsfaktors „Kapital“.
 Die Geldschöpfung aus dem Nichts durch staatlich kontrollierte Notenbanken stärkt die Herrschaft des Kapitals über die anderen Produktionsfaktoren. Das Scheingeld des Geldsozialismus ist der Treibstoff des Kasinokapitalismus, der marktwirtschaftliche Selbstregulierungsprozesse teilweise außer Kraft setzt. 

Der Wachstums- und Rationalisierungsdruck, der auf der Realwirtschaft lastet, und der auch dazu führt, daß der Mittelstand verschwindet und immer mehr Menschen in Deutschland von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können, hat seinen Ausgang auch in einem kranken Geldsystem.



Wer in die Diskussion über den Mindestlohn einsteigt, sollte sich darüber im Klaren sein, daß er sich im Bereich des Nachsteuerns bewegt, also Symptompolitik betreibt. 
Das ist mir für die AfD zu wenig. Sie muß den Anspruch haben, die Ursachen für Fehlentwicklungen zu benennen. Der Kasinokapitalismus und der mit ihm korrespondierende Geldsozialismus dürfen nicht das Ende der Weltgeschichte sein. 
Die AfD muß Visionsfähigkeit zeigen. Dazu gehört auch der Mut, den Kapitalismus neu zu denken.