Familienpolitische Wende jetzt!

Zur Prognose der Landesregierung, nach der die Thüringer Bevölkerung rasant schrumpft, sagt Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender:

„Es gibt kaum ein Politikfeld, auf dem das Totalversagen der Altparteien deutlicher wird als auf dem der Familienpolitik. Seit 1972 gibt es auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik mehr Todesfälle als Geburten. Mit der Wiedervereinigung wurde dieses Phänomen ein gesamtdeutsches. Heute bekommt jede Frau in Deutschland statistisch nur noch 1,5 Kinder. Jede Generation schrumpft weiter, während die Gesellschaft insgesamt überaltert.
Diese traurige Entwicklung und die katastrophalen Folgen unserer Kinderlosigkeit sind seit Jahrzehnten bekannt: Ohne Kinder gibt keine wirtschaftliche Prosperität, ohne Kinder erhalten wir keine gesunden Sozialversicherungssysteme und ohne Kinder hat unsere Kultur keine Zukunft.
Doch statt eine familienpolitische Wende einzuleiten und endlich zu bevölkerungspolitischen Maßnahmen ‚Ja‘ zu sagen, reden die Altparteien das Problem klein und sprachen verniedlichend von einem ‚demographischen Wandel‘, den es zu gestalten gelte oder gar von einer ‚demographischen Rendite‘, die unser Land einfahre, weil es Kindergärten und Schulen schließen könne.
Wir als AfD wollen dieser Entwicklung nicht länger tatenlos zusehen. Wir wissen: 300.000 Geburten zu wenig in Deutschland und 15.000 Geburten zu wenig in Thüringen im Jahr sind kein Naturgesetz. Frankreich hat mit einem Familiensplitting fast ein bevölkerungserhaltendes Reproduktionsverhalten erreicht. Dort haben Paare im Schnitt 2 Kinder. In Russland folgte dem wirtschaftlichen Niedergang in den neunziger Jahren der demographische. Geburtenprämien ab dem zweiten Kind und ein klares politisches Bekenntnis zur 3-Kind-Familie, wie ich es schon 2014 forderte, haben Russland die bevölkerungspolitische Wende schaffen lassen. Heute werden dort wieder mehr Menschen geboren als sterben.
In Thüringen haben wir uns mit der Forderung nach einem Familiengeld und einem nach Kinderzahl gestaffelten Ehekredit für junge Paare als die einzige authentische Familienpartei profiliert.
Statt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Milliarden für eine unkontrollierte und von der Mehrheit der Deutschen abgelehnte Einwanderung zu verschleudern, wollen wir dieses Geld lieber in unsere jungen Familien und eigene Kinder investieren. Wir sagen ‚Ja‘ zum Naheliegenden – einer Willkommenskultur für Kinder in Deutschland!“