Kindesbeschneidung in Flüchtlingsheim wirft schwerwiegende Fragen auf

Ein Säugling ist nach Komplikationen bei einer Beschneidung in Südthüringen verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, berichtet die dpa. Die muslimischen Eltern des sieben Monate alten Jungen ließen den Eingriff nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Sonntag von einem bisher Unbekannten vornehmen.

Dazu sagt Corinna Herold, gesundheitspolitische AfD-Fraktionssprecherin:

„Es ist unfassbar, dass muslimische Eltern in einer Flüchtlingsunterkunft in Südthüringen ihr Kind offenbar von nicht geschultem Personal beschneiden ließen und damit der Gefahr der Verstümmelung ausgesetzt haben. Dieser Fall wirft schwerwiegende Fragen auf, die die Landesregierung beantworten muss: Ist mit der Mutter und dem Vater über den Beschneidungswunsch gesprochen worden? Wurde medizinische Hilfe angeboten und von den Eltern abgelehnt? Wer hat die Beschneidung vorgenommen? Wenn Eltern ihre Kinder aus religiösen Gründen beschneiden lassen, dann sollten sie diesen Eingriff unbedingt von Ärzten und unter Narkose vornehmen lassen. Ansonsten können die Kleinkinder schwerste und möglicherweise nicht mehr zu korrigierende Verletzungen erleiden. Wer Flüchtlingsfrauen in der Schwangerschaft begleitet, muss auf diesen Fall vorbereitet sein.“