Schütze: Jagdscheine unbürokratisch verlängern, Wildschadensprävention sicherstellen

In vielen Fällen werden Anträge zur Verlängerung anstehender Jagdscheine aufgrund der Corona-Problematik und den damit verbundenen Behördenschließungen derzeit nicht bearbeitet. Damit kann die Ausübung der Jagd als vorbeugende Maßnahme gegen Wildschäden und zur dringend notwendigen Prävention der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht mehr sichergestellt werden. Wenn allerdings die Bejagung von Schalenwild nicht kontinuierlich fortgeführt wird, können in der Landwirtschaft erhebliche Schäden verursacht werden, die massive Ernteausfälle im gesamten Freistaat nach sich ziehen würden. Ein Ausbruch der ASP würde die bedrohliche Lage zudem weiter verschärfen. Zudem ist nach wie vor nicht geregelt, wer für Wildschäden während möglicher Ausgangssperren durch die Corona-Krise haftbar gemacht werden kann.

Hierzu sagt der jagdpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Lars Schütze:

„Ich fordere die Landesregierung auf, umgehend dafür Sorge zu tragen, dass Jagdscheine für den Waffenbesitz und die Jagdausübung bis zum Jahresende verlängert werden. Das Recht zur Ausübung der Einzeljagd muss auch im Fall möglicher Ausgangssperren weiterhin gewährleistet bleiben, um die ASP- und Wildschadensprävention sicherzustellen. Gerade in Krisenzeiten müssen Feldfrüchte und somit Nahrungsmittel aus heimischer Produktion geschützt werden. Zudem muss wirksam verhindert werden, dass sich im Kielwasser der Corona-Pandemie die ASP in Thüringen ausbreitet oder Jägern plötzlich rechtswidriger Waffenbesitz vorgeworfen wird.“