Hoffmann: Lockerung des Artenschutzes für Windkraftindustrie ist verantwortungslose Fehlentscheidung

Am vergangenen Freitag tagten die Umweltminister der Länder und des Bundes in ihrer Fachministerkonferenz. Mit der weiteren Forcierung erneuerbarer Energien wurde auch der schnellere Ausbau von Windkraftindustrie als Zugpferd der sogenannten Energiewende beschlossen. Um dies zu erreichen, soll das Bundesnaturschutzgesetz dem Bau von Windkraftanlagen zukünftig nicht mehr im Wege stehen.

Dazu sagt Nadine Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Dieser Beschluss gleicht einer Kriegserklärung an Natur- und Artenschutz. Eine Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes zugunsten der Windkraftindustrie offenbart ein erschreckendes Maß an Skrupellosigkeit und ideologischer Verblendung.

Die Forderung des Landes Thüringen nach einer Verdopplung der Rendite zeigt die wahren Motive: Finanzielle Interessen und die Verteilung des Geldes von unten nach oben – und das auf Kosten des Umweltschutzes. Windkraft produziert nach wie vor eine unsichere, schwankende Energieversorgung, es fehlen immer noch Speicher. Die Entsorgung krebserregender Karbonfasern im Fall eines Brandes ist nicht geklärt, weil die entsprechenden Systeme fehlen. Gerade in einem Flächenland wie Thüringen würde die Umsetzung dieser Beschlüsse die Zerstörung unserer Natur mit ihrem Artenreichtum und damit des ‚Grünen Herz Deutschlands‘ bedeuten. Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, den Artenschutz nicht infrage zu stellen und eine Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes nicht weiter voranzutreiben.“