Rudy: Ländlichen Raum nicht weiter abhängen, bessere Bahnanbindung für Ostthüringen und Saaletal

Am Dienstag wurde der „Deutschlandtakt“ vom Bundesverkehrsminister vorgestellt, der einzelne Fernverkehrsangebote besser verknüpfen und bis zum Jahr 2030 schrittweise realisiert werden soll. Teil der Planung ist auch ein gezielter Streckenausbau, durch den Erfurt zum zentralen Knoten für Ostdeutschland wird. Während Intercity-Expresszüge (ICE) von Erfurt aus jeweils zur halben und zur vollen Stunde nach Berlin, Frankfurt und München fahren sollen, werden Ostthüringen und das Saaletal zukünftig nur im Zwei-Stunden-Takt per Intercity (IC) angebunden. Die Planungen des Bundes basieren maßgeblich auf Gesprächen und Vereinbarungen zwischen Bundesverkehrsministerium und Thüringer Landesregierung.

Hierzu erklärt Thomas Rudy, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die Landesregierung hat sich bei den Verhandlungen zum Fernverkehr mit dem Bund über den Tisch ziehen lassen. Der ländliche Raum und insbesondere das Saaletal und Ostthüringen sind von der Landesregierung erneut stiefmütterlich behandelt worden und werden nur auf dem Papier besser angebunden. Da eine Subventionierung über den Regionalverkehr notwendig ist, steht außerdem zu befürchten, dass die Haltestellen der IC-Züge außerhalb der Landeshauptstadt zu gegebener Zeit unter dem Verweis auf Kostengründe zusammengestrichen werden. Dass die Reaktivierungen von Werratalbahn und Höllentalbahn in die Verantwortung der bayerischen Landesregierung gelegt werden, zeigt dabei deutlich, dass auch sie in den Planungen offensichtlich keine Priorität genießen.

Rot-Rot-Grün betreibt gleichzeitig aktiv eine Kampagne gegen die im ländlichen Raum unverzichtbare individuelle Mobilität und hängt den öffentliche Schienenverkehr in ländlichen Regionen weiter ab. Das ist unverantwortlich und ein Zeichen dafür, dass der Landesregierung nur wenig an der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse liegt. Urbane Räume werden klar bevorzugt und wo es nur geht besser gestellt.

Die Landesregierung muss sich erneut an den Verhandlungstisch setzen, um auch die Interessen der Bürger im ländlichen Raum angemessen zu berücksichtigen. Eine bessere Anbindung für Saalfeld, Jena und Gera mit kürzerer Taktung sowie eine Garantie, dass der Betrieb aufrecht erhalten wird, müssen mit Nachdruck neu ausgehandelt werden.“