Frosch: Angeschlagene Automobilunternehmen sind von Nachrangdarlehen ausgeschlossen

In einem heute veröffentlichten Zeitungsinterview bringt Ministerpräsident Bodo Ramelow einen Konversionsfond mit Nachrangdarlehen ins Spiel. Damit soll seiner Meinung nach dem kollektiven Abgleiten der heimischen Automobilzulieferer in die Insolvenz entgegengesteuert werden.

Karl-Heinz Frosch, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erläutert dazu:

„Die Idee der Nachrangdarlehen ist vollkommen unsinnig. Wenn sich Ministerpräsident Ramelow vor seiner Aussage einmal auf der Seite der Thüringer Aufbaubank informiert hätte, würde er wissen, dass angeschlagene Unternehmen ausdrücklich nicht gefördert werden! Dies unter dem Blickwinkel, dass es sich hier um Darlehen handelt, die nachrangig behandelt und erst nach den Forderungen aller anderen Gläubiger und Kreditinstitute bedient würde.

Die Vergabe eines solchen Kredits ist daher äußerst risikoreich, was sich Banken wiederum durch überdurchschnittlich hohe Zinsen vergüten lassen. Wenn die Landesregierung die Unternehmen glaubhaft unterstützen will, sollte sie Kredite mit niedrigen Zinsen zur Verfügung stellen, deren Abzahlung erst Mitte 2021 im dann prognostizierten Aufschwung einsetzt.“