Braga: Täter-Opfer-Umkehr im Fall Laudenbach in höchstem Maße unmoralisch

Der MDR berichtet heute über eine angebliche Registrierung des AfD-Landtagsabgeordneten Dieter Laudenbach als „Inoffizieller Mitarbeiter“ (IM) der DDR-Staatssicherheit während dessen Tätigkeit als gastronomischer Direktor des Interhotels Gera in der zweiten Hälfte der 80er Jahre.

Hierzu erklärt Torben Braga, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Der Bericht ist ein trauriges Beispiel für Täter-Opfer-Umkehr im Umgang mit DDR-Biografien. Im Wissen darüber, dass oft nur die reißerische Schlagzeile zur Kenntnis genommen wird, wird das entscheidende Faktum – nämlich, dass es weder eine Verpflichtungserklärung noch Treffberichte von Dieter Laudenbach gibt – lediglich am Rande erwähnt. Wie mir Dieter Laudenbach persönlich versicherte, widersetzte er sich trotz seiner herausgehobenen Position im Interhotel Gera Ende der 1980er-Jahre dem Druck, der SED beizutreten und arbeitete nie wissentlich für die DDR-Staatssicherheit. Dies erforderte in einem für die Stasi besonders relevanten Arbeitsumfeld ein hohes Maß an Integrität und Willenskraft, und war zur damaligen Zeit alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Auch nur den Eindruck zu erwecken, Dieter Laudenbach sei als IM für die Staatssicherheit tätig gewesen, ist daher nicht nur sachlich falsch, sondern auch in höchstem Maße unmoralisch.“