Frosch: Pleitewelle droht, doch Landesregierung agiert planlos

Einem Pressebericht zufolge warnen Jenaer Wissenschaftler, dass bereits im Herbst eine Pleitewelle drohen könnte. Die Mehrheit der Thüringer Mittelständler sei skeptisch, dass es zu einer schnellen konjunkturellen Erholung komme. Thüringen werde schwerwiegende strukturelle Verwerfungen erleben, wobei das Sterben der Betriebe im Stillen verlaufen werde, weil viele der betroffenen kleinen Firmen keine Öffentlichkeit hätten, so die Wissenschaftler. Es wurden die Auswirkungen der Corona-Krise auf Thüringer Unternehmen in den vergangenen drei Monaten untersucht. 40 Prozent der Unternehmen erwarten bis September eine Verschlechterung ihrer Geschäftssituation.

Hierzu erklärt Karlheinz Frosch, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Um den unruhigen Puls der Thüringer Wirtschaft zu fühlen, bedurfte es nicht erst einer Umfrage. Es kann nicht verwundern, dass vor allem das verarbeitende Gewerbe sorgenvoll in die Zukunft blickt. Vielen Betrieben – vor allem in der Automobil- und Automobilzulieferbranche – macht zudem zu schaffen, dass sich der Außenhandel in einem tiefen Tal befindet. Die AfD hat früh gewarnt, dass die Corona-Hilfen unzureichend und vor allem nicht passgenau zugeschnitten sind.

Weder Bundes- noch Landesregierung haben derzeit einen Plan, wie eine Pleitewelle finanziell und sozial abgefedert werden könnte. Wenn aus jetzt bereits mehr als 70 000 Kurzarbeitern ab September Arbeitslose und im Jahr 2021 dann Hartz-IV-Empfänger werden, ist es Zeit für den Offenbarungseid von Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Ramelow. Mit einer Raute oder einem ‚Stinkefinger‘ können sich die Thüringer Betriebe nicht über Wasser halten und die Beschäftigten keine Miete zahlen.“