Mittels der Vergabe von Stipendien wie dem Thüringen-Stipendium der Stiftung Ambulante Ärztliche Versorgung Thüringen seit dem Jahr 2010 soll dem drohenden Ärztemangel in Thüringen entgegengewirkt werden. Stipendiaten erhalten während ihrer fünfjährigen Facharztausbildung monatlich 250 Euro, wenn sie im Gegenzug mindestens vier Jahre in Praxen oder medizinischen Versorgungszentren in Thüringen arbeiten. Ergänzend dazu bietet der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ein eigenes Stipendienprogramm für Medizinstudenten an, die für die hausärztliche Versorgung in den dortigen ländlichen Regionen gewonnen werden sollen.

Wir fragen die Landesregierung:

1. Wie viele der 397 seit dem Jahr 2010 geförderten Stipendiaten der Stiftung Ambulante Ärztliche Versorgung Thüringen haben ihr Stipendiat ordnungsgemäß abgeschlossen, wie viele davon wurden wie vorgesehen mindestens vier Jahre als niedergelassener oder angestellter Facharzt in Thüringen tätig, mit welcher Fachrichtung und in welchen Gebietskörperschaften?

2. Welche Landkreise in Thüringen verfügen neben dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen über ein eigenes Stipendienprogramm zur Gewinnung von medizinischem und zahnmedizinischem Nachwuchs und oder zur Niederlassungsförderung von Ärzten und Zahnärzten (bitte mit Angabe seit wann, in welcher Ausgestaltung, mit welchen Kosten und mit welchem Erfolg)?

Vorgangsnummer im Thüringer Landtag

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