Die aktuellen Arbeitsmarktdaten belegen eine zunehmende Schieflage in Thüringen. Steigende Arbeitslosigkeit trifft auf den Verlust von rund 10.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen innerhalb eines Jahres. Diese Entwicklung ist kein vorübergehender Saisoneffekt, sondern Ausdruck einer strukturellen Krise, die durch politische Fehlentscheidungen verschärft wird.
Während Vertreter der Arbeitsverwaltung auf saisonale Ursachen verweisen, zeigen die Fakten ein anderes Bild. In tragenden Branchen wie dem verarbeitenden Gewerbe sowie der Metall- und Elektroindustrie gehen dauerhaft Arbeitsplätze verloren. Gleichzeitig geraten immer mehr Beschäftigte direkt aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit, während deutlich weniger den Weg zurück in Beschäftigung finden. Das Gleichgewicht des Arbeitsmarktes ist gestört.
Pascal Wloch, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag meint dazu: Ein grundlegender Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik ist zwingend notwendig. Qualifizierung muss sich strikt an real vorhandenen Arbeitsplätzen orientieren und die betriebliche Einarbeitung gezielt unterstützen. Zugleich braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Politik, die Leistung, Arbeit und industrielle Wertschöpfung wieder in den Mittelpunkt stellt. Nur so kann Thüringen Arbeitsplätze sichern, neue Perspektiven schaffen und den weiteren Abstieg des Arbeitsmarktes verhindern.