Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat bekanntgegeben, dass ein geplanter Vortrag des Islamwissenschaftlers Michael Lüders zum Thema Nahostkonflikt um zwei Wochen verschoben wird. Der Vortrag des Publizisten Wieland Hoban wird indes komplett aus der Vortragsreihe gestrichen. Als Grundlage für diese Entscheidung nennt die Hochschule die »Einschätzung« des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Das Wort einer weisungsgebundenen Behörde reicht also aus, um Diskurs und Meinungsfreiheit an den Hochschulen einzuschränken. Gleichzeitig lässt die FSU Jena es aber zu, dass linksextreme Aktivisten in ihren Räumlichkeiten »Aktionstrainings« zur Störung von AfD-Veranstaltungen durchführen. Auf diese Weise wurden unter anderem Busfahrten zu den Ausschreitungen in Riesa und Gießen organisiert.

Der hochschulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Jens Dietrich, sagt dazu:

»Wissenschaft lebt von der freien Debatte, in der auch kontroverse Positionen zu Wort kommen dürfen. Doch für die FSU Jena scheinen Worte offenbar gefährlicher zu sein als die Vorbereitung von potenziellen Straftaten. Man lädt Redner aus den Räumlichkeiten aus, in denen sich echte Täter organisieren dürfen.«