Mit der Einführung der »Verfassungsviertelstunde« will die Landesregierung ein Format für die politische Bildung schaffen, das nur zusätzliche Fragen aufwirft. Es bleibt immer noch unklar, welche Inhalte überhaupt behandelt werden sollen und wie die »Verfassungsviertelstunde« in den Schulablauf integriert wird. Der Mehraufwand für die Lehrer ist nicht absehbar, insbesondere wenn nicht dafür ausgebildete Lehrer über Themen wie das Rechtsstaatsprinzip, die Demokratie oder das Grundgesetz diskutieren sollen.
Denny Jankowski, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, stellt fest:
»Die Einführung der »Verfassungsviertelstunde« ist nichts als blinder Aktionismus im sogenannten »Kampf gegen rechts«. Sie hat keinen Mehrwert gegenüber dem regulären Sozialkundeunterricht und läuft Gefahr in eine reine Schwafelrunde auszuarten. Die Vorgaben des Ministeriums sind so ungenau, dass fraglich ist, inwiefern der Beutelsbacher Konsens und das Neutralitätsgebot hier überhaupt eingehalten werden.«