Die Schließung des Logistikstandortes von Zalando in Erfurt ist für die AfD Ausdruck einer verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Landesregierung. Über 22 Millionen Euro Steuergeld seien in die Ansiedlung geflossen, während zugleich gezielt im Ausland rekrutiert wurde – trotz zehntausender Arbeitsloser in Thüringen.
Von zuletzt rund 2.700 Beschäftigten stammten etwa 1.700 nicht aus Deutschland oder waren Asylbewerber. Für Wloch zeigt der Fall, dass Großkonzerne gefördert werden, während der heimische Mittelstand zu kurz kommt. Selbst die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Katharina Schenk, bezeichnete die Vorgänge rund um die Schließung sinngemäß als »verwahrloste Wirtschaft«.
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Pascal Wloch, dazu wörtlich:
»Dieses Desaster ist das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen. 22 Millionen Euro für einen Milliardenkonzern – und am Ende stehen Tausende Arbeitnehmer vor dem Nichts. Statt auf Thüringer Arbeitskräfte und nachhaltige Strukturen zu setzen, wurde kurzfristig verfügbares Personal angeworben. Diese fehlgeleitete Politik werden wir beenden.«