Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der darauf abzielt, die weitreichende Gleichstellungsbürokratie in Thüringen abzuschaffen. Durch umfangreiche Änderungen an sechs Gesetzen sollen die Pflicht zur Ernennung einer Gleichstellungsbeauftragten und zur Erstellung von Gleichstellungsplänen sowie zahlreiche Privilegien und Quotenregelungen abgeschafft werden.

Kerstin Düben-Schaumann, Sprecherin für Gleichstellung der Thüringer AfD-Fraktion, hält fest:

»Die Gleichstellungspolitik der Landesregierung untergräbt echte Gleichberechtigung zugunsten einer ideologisch motivierten Gleichmacherei. Es wird schlichtweg behauptet, die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen in verschiedenen Berufen beruhe auf ‚struktureller Diskriminierung‘.

Dabei finden wir die echte Diskriminierung doch dort, wo Personen bei Bewerbungen, Beförderungen und Fortbildungen benachteiligt werden, weil sie das ‚falsche Geschlecht‘ für die Quote haben. Die Bürokratie, die diese ungerechten Regeln durchsetzt, kostet den Freistaat und die Kommunen Unsummen, die woanders fehlen – zum Beispiel bei der Kindergartenfinanzierung oder beim Straßenbau.«