Die aktuellen Zahlen aus Thüringen zeigen eine dramatische Fehlentwicklung bei der realen Sicherheit von Frauen: Die Zahl der registrierten weiblichen Opfer von Gewalt- und Übergriffsdelikten stieg von 11.773 im Jahr 2022 auf 13.339 im Jahr 2023 und weiter auf 14.864 im Jahr 2024. Besonders deutlich ist die Entwicklung in den Städten: In Erfurt kletterte die Zahl von 1.305 auf 2.133, in Gera von 821 auf 1.134, in Eisenach von 329 auf 463. Statt dieser Gewaltwelle endlich entschlossen entgegenzutreten, verwaltet die Politik den Niedergang, protokolliert den Kontrollverlust und schaut den Bürgern dabei zu, wie ihre Sicherheit Stück für Stück zerfällt.

Noch alarmierender wird das Bild beim Deliktbereich Vergewaltigung. Nach der vorliegenden Übersicht stieg die Zahl bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen seit dem Jahr 2015 um 193,8 Prozent. Damit zeigt sich nicht nur eine anhaltend hohe Belastung bei einem der schwersten Gewaltverbrechen überhaupt, sondern auch eine Entwicklung, die politisch endlich klar benannt und konsequent bekämpft werden müsste. Umso absurder ist es, dass ausgerechnet in dieser Lage Teile der politischen Debatte durch die CDU lieber um Altersgrenzen für soziale Medien kreisen, statt sich mit der eskalierenden Gewalt im öffentlichen Raum auseinanderzusetzen. Wer in digitalen Debatten vorschnell von »virtueller Vergewaltigung« spricht, verwischt die Grenze zu einem realen Gewaltverbrechen, welches Frauen körperlich und seelisch für Jahre oder ein Leben lang zerstören kann. Eine solche Begriffsverwässerung ist keine Sensibilität, sondern eine gefährliche Verharmlosung realer sexueller Gewalt.

Dazu die Sprecherin für Gleichberechtigung der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Kerstin Düben-Schaumann:

»Wenn die Zahl weiblicher Gewaltopfer auf 14.864 steigt und bei Vergewaltigung die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen exorbitant hochschnellt, dann braucht Thüringen keine Digitalsymbolik, sondern endlich einen Staat, der seine Kernaufgaben erfüllt.

Die CDU lenkt mit Forderungen zu sozialen Medien von der eigentlichen Krise ab: von wachsender Gewalt gegen Frauen, von einem realen Sicherheitsversagen und von der Tatsache, dass sich viele Menschen im öffentlichen Raum längst nicht mehr sicher fühlen. Wer bei Vergewaltigung und Straßenkriminalität nur zuschaut, aber bei Instagram und TikTok plötzlich Härte demonstriert, betreibt keine Schutzpolitik, sondern billige Effekthascherei.«