Die AfD-Fraktion kritisiert den aktuellen Thüringen-Monitor als politisch einseitige Auftragsarbeit der Landesregierung. Während sich die Studie erneut vor allem an sogenannten rechten Einstellungen abarbeite, blieben Linksextremismus, politisch motivierte Gewalt gegen AfD-Mitglieder und die Ursachen des dramatischen Vertrauensverlusts weitgehend ausgeblendet.
Besonders alarmierend sei die historisch hohe Lücke zwischen grundsätzlicher Demokratieunterstützung und tatsächlicher Demokratiezufriedenheit in Thüringen. Aus Sicht der AfD-Fraktion wollen die Thüringer keine andere Staatsform, sondern eine funktionierende Demokratie und eine Regierung, die ihre Interessen ernst nimmt.
Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, erklärt dazu:
»Der Thüringen-Monitor beschreibt nicht die politische Wirklichkeit im Land, sondern liefert die Legitimationsgrundlage für eine einseitige Förder- und Deutungspolitik der Landesregierung. Wer Linksextremismus ausblendet, Kritik an Regierung und Institutionen pauschal problematisiert und die Sorgen der Bürger relativiert, betreibt keine Sozialforschung, sondern politische Pädagogik.
Die entscheidende Botschaft des Monitors lautet: Die Thüringer wollen Demokratie, aber sie verlieren das Vertrauen in diese Regierung. Wer diesem Vertrauensverlust ernsthaft begegnen will, muss die Ursachen benennen, statt sie hinter Studienrhetorik zu verstecken.«