Einen Tag vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt warnt die Thüringer Polizei in einem internen Lagepapier vor einem »Endzeit-Szenario«: erwartet werden bis zu 60.000 Demonstranten, darunter gewaltbereite Gruppen, die sich aus Blockadebereichen lösen und in Richtung Messegelände bewegen könnten. Das Bündnis »Widersetzen« kündigt offen an, den Parteitag durch Blockaden verhindern zu wollen – weshalb die Versammlungsbehörde Kundgebungen auf den Zufahrtsstraßen bereits untersagt hat. Zugleich bezweifelt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, öffentlich, ob überhaupt genügend Einsatzkräfte zusammenkommen, da einzelne Bundesländer zugesagte Hundertschaften kurzfristig zurückhalten könnten.
Ringo Mühlmann, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, sagt dazu:
»Wer die Verhinderung eines Parteitags der stärksten Partei Deutschlands ankündigt, kündigt keine Demonstration an, sondern Straftaten. Verhinderungsblockaden sind von der Versammlungsfreiheit nicht gedeckt. Ich erwarte, dass die Polizei morgen die Zufahrten konsequent freihält, Blockaden ohne politische Rücksichtnahme räumt und jeden einzelnen Angriff auf Einsatzkräfte und Delegierte zur Anzeige bringt.
Mein Respekt gilt schon heute den zahlreichen Delegierten und auch den Polizisten, die morgen den Kopf für die Versammlungsfreiheit hinhalten. Für die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag werde ich den Einsatz direkt vor Ort begleiten und anschließend umfangreich parlamentarisch aufarbeiten. Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen an all jene, die morgen unter politisch linksmotivierter Gewalt leiden müssen.«