Steigende Trassenpreise können den Thüringer Schienenpersonennahverkehr jährlich mit rund 15 Millionen Euro zusätzlich belasten. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion „Trassenpreiserhöhung und Thüringer Schienenpersonennahverkehr“ (Drucksache 8/3891) hervor. Mit den Mehrkosten gehen weder zusätzliche Zugverbindungen noch dichtere Takte einher. Die Landesregierung schließt zudem Einschränkungen beim bestehenden Angebot nicht aus.

Marcel Kramer, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt:

»Thüringen soll jährlich 15 Millionen Euro mehr bezahlen und erhält dafür keinen einzigen zusätzlichen Zug. Obwohl die finanziellen Risiken seit Monaten bekannt waren, hat die Brombeerkoalition im Landeshaushalt keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Sollten deshalb am Ende Zugverbindungen gestrichen werden, träfe das vor allem die Menschen im ländlichen Raum. Für uns ist klar: Das bestehende Bahnangebot muss dauerhaft gesichert werden, bevor immer neue Versprechen gemacht werden.«