Die CDU will in Berlin die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen – und Mario Voigt versucht nun, sich in Thüringen als Gegner der Politik seiner eigenen Partei zu inszenieren. Tatsächlich bietet er den Rentenstreichern bereits den nächsten Kompromiss an: Die Abschaffung soll offenbar kommen, nur mit Übergangsfristen und ausgewählten Härtefällen. Wer nach 45 Beitragsjahren eine Ausnahmegenehmigung braucht, hat sein Recht auf eine abschlagsfreie Rente jedoch bereits verloren. Voigts sogenannte Rebellion ist daher nichts anderes als ein politisches Täuschungsmanöver.

Dieter Laudenbach, Sprecher für Seniorenpolitik der AfD im Thüringer Landtag, erklärt dazu:

»Mario Voigt hält die Thüringer offenbar für vergesslich. Seine CDU beschließt in Berlin, dass Menschen nach 45 Beitragsjahren länger arbeiten oder lebenslange Abschläge hinnehmen sollen, und wenige Wochen später stellt er sich vor die Kameras und gibt den Widerstandskämpfer.

Das ist jedoch ein abgekartetes Spiel mit verteilten Rollen. Die AfD fordert seit langem eine echte abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren – die CDU entdeckt dieses Thema nur dann, wenn ihr im Osten die Wähler davonlaufen.«