Die deutsche Rentenpolitik hangelt sich seit Jahren von einem Rechenmodell zum nächsten. Debatten über höhere Altersgrenzen, steigende Beiträge und Leistungskürzungen behandeln lediglich die Folgen einer tief reichenden kulturellen und demographischen Krise. Die Rente darf nicht auf Rentabilitätsberechnungen und Haushaltskennziffern reduziert werden; sie kostet Geld, weil ein Volk seinen Senioren Sicherheit schuldet. Aber dieses Geld wäre da, wenn die Prioritäten richtig gesetzt würden.

Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt:

»Ich appelliere an die Bundesregierung: Hören Sie mit dem Herumkurieren an Symptomen auf und gehen Sie an die Ursachen. Treten Sie endlich dem demografischen Niedergang unseres Volkes entschlossen entgegen und machen Sie die demografische Wende zum Angelpunkt einer wirklichen Rentenreform!

Kindererziehungszeiten müssen angemessen zählen, denn die Altersvorsorge darf nicht von der eigenen Reproduktionsleistung entkoppelt sein. Rente ist keine reine Kapitalfrage, sondern primär eine Frage von Familie, Gemeinschaft und Identität. Den demografischen Flaschenhals werden wir erfolgreich passieren, wenn uns dieser Bewusstseinswandel gelingt, die Beitragszahlerbasis erhöht wird und sich die Ausgabenkultur unseres Staates endlich wieder an der deutschen Interessenlage orientiert.

Und die Rente ist eine Frage von Respekt und Anerkennung: Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, besitzt einen Anspruch auf eine abschlagsfreie Rente; freiwillige Arbeit über diesen Punkt hinaus soll sich spürbar lohnen, indem beispielsweise der Steuerfreibetrag für arbeitende Rentner massiv erhöht wird. Nur so werden wir hoch motivierte Senioren im Arbeitsleben halten, nicht durch staatlichen Zwang!«