Obwohl der BSW-Bundesvorstand nach der Aberkennung von Voigts Doktortitel den Bruch mit dem Ministerpräsidenten fordert, stellt sich die gesamte anwesende Thüringer Fraktion einstimmig dagegen. Statt Konsequenzen zu ziehen, hält das BSW an der Koalition mit CDU und SPD fest. Der viel beschworene »Thüringer Weg« führt damit immer weiter weg von Sahra Wagenknecht und immer tiefer in das etablierte Parteienlager. Vom Anspruch, eine politische Alternative zu sein, ist wenig geblieben – in Thüringen begnügt sich das BSW mit der Rolle des Mehrheitsbeschaffers für Mario Voigt.

Dazu erklärt Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

»Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat in Thüringen beschlossen, dass es Sahra Wagenknecht nicht mehr braucht. Kaum sind Ministerposten und Regierungsämter verteilt, ist von der angekündigten politischen Wende nichts mehr übrig. Frau Wagenknecht kann in Sachsen-Anhalt noch so laut das Ende der Brandmauer fordern – solange ihre eigene Fraktion in Thüringen Mario Voigt im Amt hält, bleibt es Wahlkampfgeklappere. Das BSW wollte die Brandmauer einreißen – in Thüringen ist es längst zu einem ihrer tragenden Pfeiler geworden.«