Kelvion will seinen Produktionsstandort Nobitz-Wilchwitz bis Ende 2026 schließen und die Fertigung nach Sarstedt in Niedersachsen verlagern. Rund 250 bis 300 Industriearbeitsplätze stehen im Altenburger Land auf dem Spiel. Gleichzeitig meldet der Kelvion-Konzern für 2025 das fünfte Rekordjahr in Folge: 26 Prozent mehr Auftragseingang und 25 Prozent mehr Profitabilität. Die Landesregierung unter Mario Voigt ist am Erhalt des Standorts gescheitert. 

Dazu erklärt Jörg Prophet, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

»Das ist kein gewöhnlicher Fall einer Unternehmenskrise. Hier verschwindet industrielle Produktion nicht nach China oder Indien, sondern aus Thüringen in ein anderes deutsches Bundesland. Das ist ein Alarmsignal für die Thüringer Standortpolitik, der es trotz öffentlichkeitswirksamer Ankündigung eines Förderprogramms nicht gelungen ist, Industriearbeitsplätze im Freistaat zu halten. Die AfD-Fraktion wird klären, ob dabei lediglich auf Kosten des Steuerzahlers ein innerdeutscher Verlagerungswettbewerb finanziert wurde.

Industriepolitik misst sich nicht an angekündigten Gesprächen, sondern an industrieller Wertschöpfung. Hier werden wieder einmal die Defizite der Regierung Voigt deutlich: Der Ministerpräsident sorgt sich mehr um seinen Doktortitel als um die Arbeitsplätze der Bevölkerung.«