Mit dem Programm »Thalent« will das Thüringer Wirtschaftsministerium im kommenden Jahr bis zu 200 junge Menschen aus dem Ausland sowie bereits in Thüringen lebende Migranten auf eine Ausbildung oder ein duales Studium vorbereiten. Die AfD-Fraktion kritisiert die erneute Schwerpunktsetzung auf Zuwanderung, während die Ausbildung eigener Fachkräfte und die Attraktivität der beruflichen Ausbildung zu wenig Aufmerksamkeit erhalten.
Dazu erklärt Pascal Wloch, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:
»Wer beim Fachkräftemangel immer wieder nach Zuwanderung ruft, macht es sich bequem und nimmt die damit verbundenen Probleme und Folgekosten viel zu leichtfertig in Kauf. Sprachliche Hürden, zusätzlicher Wohnraumbedarf und aufwendige Integrationsmaßnahmen verschwinden durch ein neues Förderprogramm nicht. Wir fordern von der Landesregierung, die Ausbildung eigener Fachkräfte zum Schwerpunkt ihrer Arbeitsmarktpolitik zu machen und unseren jungen Leuten eine berufliche Zukunft in Thüringen zu eröffnen.
Konkret verlangen wir eine frühzeitige Berufsorientierung mit regelmäßigen Betriebspraktika sowie personell und technisch gut ausgestattete Berufsschulen; außerdem muss die Erreichbarkeit von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen im ländlichen Raum durch passende Verkehrsangebote gesichert werden. Dafür muss die Landesregierung die notwendigen Mittel bereitstellen – wer das Potenzial im eigenen Land vernachlässigt und ständig auf Zuwanderung setzt, geht den völlig falschen Weg.«