Die Thüringer Landesregierung weist für vier Förderbereiche zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte insgesamt rund 31,35 Millionen Euro aus. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD hervor (Drucksache 8/4135). Bei den Projekten der laufenden Fachkräfte- und Weiterbildungsrichtlinie entfallen allein 16,68 der insgesamt 22,62 Millionen Euro auf Personalkosten. Für die frühere ESF-Förderperiode wurden keine Ergebnisse erfasst; die 1.469 Teilnehmer der laufenden Projekte sind laut Landesregierung nicht mit tatsächlich eingereisten Personen gleichzusetzen.
Pascal Wloch, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt:
»Die Landesregierung finanziert einen millionenschweren Anwerbeapparat und hat bei einem Teil der Projekte nicht einmal überprüft, was dabei herauskommt. Gleichzeitig haben im Schuljahr 2024/25 in Thüringen 2.270 junge Menschen die allgemeinbildende Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen.
Wer Millionen für Projektpersonal und Auslandsreisen bereitstellt, muss sich fragen lassen, warum die berufliche Zukunft dieser Jugendlichen auf der Strecke bleibt. Wir fordern, sämtliche vom Land betriebenen oder geförderten Auslandsanwerbeprojekte einzustellen und die entsprechenden Fördertatbestände zu streichen. Dieses Steuergeld gehört in die berufliche Qualifizierung der Menschen, die bereits hier leben!«