Anlässlich der Beratungen der Verkehrsministerkonferenz über die Folgen des EuGH-Urteils zur Trassenpreisbremse fordert die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, bestehende Zugverbindungen finanziell abzusichern. Nach Angaben der Landesregierung drohen Thüringen 2026 zusätzliche Trassenkosten von rund 15 Millionen Euro. Ohne finanziellen Ausgleich schließt sie Angebotskürzungen nicht aus.

Dazu erklärt Marcel Kramer, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

»Milliarden fließen in pauschale Fahrkartensubventionen, während zugleich das Geld für bestehende Zugverbindungen fehlt – diese Prioritätensetzung geht zulasten der Fahrgäste. Ein günstiges Ticket verliert seinen Wert, wenn der Zug aus dem Fahrplan gestrichen wird. Wir fordern einen realistisch kalkulierten Preis für das Deutschlandticket und einen gezielten Sozialtarif für Menschen mit geringem Einkommen.

Bund und Landesregierung müssen die Finanzierung eines zuverlässigen Nahverkehrs sichern, gerade im ländlichen Raum. Wer neue Ausbauten verspricht und gleichzeitig bestehende Verbindungen aufs Spiel setzt, verspielt das Vertrauen der Fahrgäste.«