Thüringens Bauwirtschaft rechnet in diesem Jahr nicht mit einem Auftragsfeuerwerk durch die steuerfinanzierten Investitionspakete von Bund und Land. Es bestehe die Befürchtung, dass das Geld von Land und Kommunen genutzt wird, um ohnehin geplante Investitionen umzusetzen.
Uwe Krell, Sprecher der AfD-Landtagsfraktion für Wohnungsbau/-wirtschaft, sagt:
»Vor allem der Wohnungsbau ist im zurückliegenden Jahr in Thüringen nahezu zum Erliegen gekommen, und ich sehe bislang auch keine Anzeichen für eine baldige Erholung. Langwierige Bauzeiten, bei Zweifamilienhäusern bis zu 34 Monate, bremsen in Thüringen momentan die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum aus. Nicht nur bürokratische Hürden, komplexe Nachweispflichten und lange Genehmigungsprozesse führen zu Verzögerungen bei vielen Projekten, sondern auch die hohen Bau- und Finanzierungskosten.
Das belegen 9.000 genehmigte, aber noch nicht realisierte Wohnungen. Wenn Wohnraum nur noch mit Mieten von 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter realisierbar ist, dann hat die Politik versagt. Um die Krise einzudämmen, muss die Politik endlich ‚ins Machen kommen‘: Hemmnisse abbauen und Prozesse vereinfachen, schnellere Planungsverfahren und damit mehr Tempo bei den Arbeitsabläufen sowie finanzielle Erleichterungen und praktikable Förderungen.«