Nach seiner Amerikareise im Mai vergangenen Jahres kündigte CDU-Ministerpräsident Voigt an, eine Plattform aufzubauen, um Akademikern, die in den USA »unsicher« seien, den Gang nach Thüringen zu erleichtern. Hintergrund war Donald Trumps damaliges Vorgehen gegen Hamas-freundliche Proteste an den dortigen Hochschulen. Nach fast einem Jahr sieht die Bilanz jedoch mager aus. Aus einer kleinen Anfrage der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag geht hervor, dass seit der Ankündigung des Ministerpräsidenten nur vier amerikanische Akademiker eine Stelle in Thüringen angetreten haben.
Dr. Jens Dietrich, Sprecher für Wissenschafts- und Hochschulpolitik der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, sagt dazu:
»Seit Beginn seiner Plagiatsaffäre, wissen wir, dass der Ministerpräsident es mit der Wissenschaft nicht immer so genau nimmt. Die Wissenschaftsfreiheit in den USA scheint zumindest bei weitem nicht so bedroht zu sein, wie er meint.
Statt die Hochschulpolitik anderer Länder zu kommentieren, sollte die Landesregierung lieber vor ihrer eigenen Haustür kehren: An den Thüringer Hochschulen werden unliebsame Vortragsredner ausgeladen, während Linksextremisten unbehelligt agieren. Es ist höchste Zeit, dass hier durchgegriffen und die Freiheit von Forschung und Lehre tatsächlich durchgesetzt wird.«