Die Vielzahl an Bürgerbeauftragten in Thüringen verursacht jährliche Kosten von rund zehn Millionen Euro – aus Sicht der AfD ein nicht länger hinnehmbarer Zustand. Neben der finanziellen Belastung kritisiert die Fraktion insbesondere die sechsjährige Amtszeit, die über die Legislaturperiode hinausreicht und damit demokratische Einflussmöglichkeiten einschränkt.
Vor diesem Hintergrund kündigt die AfD an, im Falle einer Regierungsübernahme diese Strukturen ersatzlos abzuschaffen und staatliche Aufgaben wieder klarer und effizienter zu bündeln. Ungeachtet dieser grundsätzlichen Ablehnung wird die Fraktion die aktuell vorgeschlagenen Kandidaten – Claudia Democh als Bürgerbeauftragte sowie gegebenenfalls Dennis Petschner als Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen – ihre Zustimmung nicht verweigern.
Dazu Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag:
»Thüringen braucht keine teuren Beauftragten-Apparate, sondern einen Staat, der funktioniert. Millionen für Symbolpolitik, Doppelzuständigkeiten und verselbständigte Strukturen sind den Bürgern nicht länger zuzumuten. Was überflüssig ist, muss weg und das werden wir bei unserer Regierungsübernahme auch durchsetzen.«