Nach einem erneuten Todesfall in der JVA Tonna sieht die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag erhebliche Mängel im Justizvollzug. Eine Kleine Anfrage vom März 2026 zu genau dieser Problematik sei bislang unbeantwortet geblieben. Zugleich wachse der Eindruck, dass die politische Leitung die öffentliche Darstellung stärker gewichte als die tatsächlichen Zustände in den Haftanstalten. Besonders auffällig sei der hohe Anteil von Suiziden in der JVA Tonna.

Der justizvollzugspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Marek Erfurth, erklärt dazu:

»Der erneute Todesfall in der JVA Tonna ist ein politisches Alarmzeichen. Wenn ein Gefangener erneut unter staatlicher Aufsicht stirbt, zeigt das, dass die Schutzmechanismen im Justizvollzug nicht wirksam genug sind. Während sich die Ministerin lieber inszeniert, Schirmherrschaften für linke NGOs übernimmt, Sektempfänge öffentlichkeitswirksam begleitet und Urkundenverleihungen für mediale Eigenwerbung nutzt, bleiben zentrale Fragen zur Sicherheit im Justizvollzug unbeantwortet. Während draußen Inszenierung betrieben wird, erleben die Justizbeamten drinnen die harte Realität. Sie sehen zuerst, wo menschlich und organisatorisch etwas schiefläuft.

Genau diese Problematik greift unsere Kleine Anfrage 8/2138 vom 16.03.2026 auf. Bis heute liegt keine Antwort vor. Das nährt den Eindruck, dass Justizministerin Meißner ihre öffentliche Selbstdarstellung höher gewichtet als die bedrückende Realität im Strafvollzug. Während sich die Ministerin lieber inszeniert, bleiben zentrale Fragen zur Sicherheit unbeantwortet. Besonders alarmierend ist, dass mehr als die Hälfte aller Suizide im Thüringer Justizvollzug auf die Haftanstalt Tonna entfällt. Deshalb drängt sich der Eindruck auf, dass das Suizidscreening entweder nicht ausreichend funktioniert oder nicht konsequent umgesetzt wird. Der Thüringer Strafvollzug braucht endlich Aufklärung, Konsequenz und Verantwortungsbewusstsein statt bloßer Inszenierung.«

Anlage:
Kleine Anfrage 8/2138 zu Suiziden im Thüringer Justizvollzug