Zur gestrigen Grundsteinlegung des neuen Innovationszentrums für »klimaneutrales Bauen« in Weimar-Tröbsdorf äußert sich die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag kritisch. Nach Auffassung der Fraktion fließen 15 Millionen Euro an Steuergeldern in ein Forschungsprojekt, dessen praktischer Nutzen für die rund 2.600 Thüringer Baubetriebe infrage gestellt wird.
Der Sprecher der AfD-Landtagsfraktion für Wohnungsbau und -wirtschaft, Uwe Krell, erklärt dazu:
»Das Forschungsprojekt für ‚klimaneutrales Bauen‘ ist eine ideologisch getriebene akademische Träumerei, die am Bedarf der Thüringer Bauwirtschaft vorbeigeht. Während Betriebe unter hohen Zinsen, steigenden Energiekosten und wachsender Bürokratie leiden, setzt die Landesregierung auf prestigeträchtige Projekte ohne unmittelbaren Nutzen für den Mittelstand. Es ist bezeichnend, dass Ministerpräsident Voigt und Wirtschaftsministerin Boos-John die politische Linie der Bundesregierung fortführen.
Anstatt das Bauen durch die Senkung von Standards und Steuern wieder bezahlbar zu machen, werden Mittel in Nischenthemen wie 3D-Druck und sogenannte klimaneutrale Baustoffe investiert. Davon profitieren weder junge Familien, die sich Wohneigentum leisten wollen, noch Handwerksbetriebe. Notwendig wären vielmehr gezielte Entlastungen für die mittelständische Bauwirtschaft sowie der Abbau kostentreibender Vorgaben, um ein weiteres Schwächen des wirtschaftlichen Fundaments zu verhindern.«