Die MDR-Sendung »Fakt ist!« zum AfD-Bundesparteitag geriet zu einem Lehrstück öffentlich-rechtlicher Schieflage. Über die stärkste Partei Thüringens wurde gesprochen und geurteilt, nur nicht mit ihr. Obwohl die AfD im Freistaat über mehr demokratische Legitimation verfügt als jede andere politische Kraft, blieb ein Vertreter der Partei außen vor.

Stattdessen diskutierten Politaktivisten, Schwurbler, Gewerkschaftsfunktionäre und Regierungsvertreter über eine Partei, der hunderttausende Wähler ihre Stimme gegeben haben. Wer wissen will, warum das Vertrauen vieler Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwindet, bekam hier die Antwort frei Haus geliefert.

Der medienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Jens Cotta, erklärt:

»Der MDR hat erneut bewiesen, wie weit sich Teile des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von ihrem Auftrag entfernt haben: Statt einer ausgewogenen Debatte lieferte die Sendung eine Werbeplattform für Blockade-Aktivisten – inklusive eingeblendeter Kampagnen-Website – während Georg Maier als Thüringer Innenminister die Proteste gegen einen demokratisch zugelassenen Parteitag unwidersprochen rechtfertigte.

Die stärkste Partei Thüringens kam dabei null Minuten zu Wort. Diese Sendung zeigt einmal mehr, warum die bestehenden Rundfunkstrukturen gescheitert sind und der Medienstaatsvertrag aufgekündigt werden muss.«