Heilmittelerbringer sind unverzichtbar für die ambulante Gesundheitsversorgung in Thüringen. Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen sichern Gesundheit, Teilhabe und berufliche Wiedereingliederung und helfen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Ihre Bedeutung wächst mit dem demografischen Wandel und dem steigenden Bedarf an Rehabilitation und Prävention.
Zugleich sind teure Fort- und Weiterbildungen oft Voraussetzung, um Leistungen überhaupt erbringen und abrechnen zu können. Die AfD-Fraktion fordert daher, Heilmittelerbringer in der ESF-Plus-Fachkräfte- und Weiterbildungsrichtlinie ausdrücklich zu berücksichtigen, Förderquoten zu erhöhen und notwendige Nebenkosten einzubeziehen.
Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Wolfgang Lauerwald:
»Wer wohnortnahe Versorgung sichern will, darf Heilmittelerbringer bei der Förderung nicht länger übergehen. Fortbildungen wie Manuelle Lymphdrainage oder Manuelle Therapie kosten schnell mehrere tausend Euro, hinzu kommen Fahrt, Übernachtung, Verpflegung und Fachliteratur. Das überfordert viele Berufsanfänger und kleine Praxen. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel, besonders im ländlichen Raum.
Thüringen hat mit der ESF-Plus-Richtlinie bereits ein geeignetes Instrument, das ohne neue Behörden oder Parallelstrukturen angepasst werden kann. Da die Förderperiode 2027 ausläuft, müssen bestehende Lücken jetzt geschlossen werden. Unser Antrag stärkt eine Berufsgruppe, die für die ambulante Versorgung unverzichtbar ist.«