Die Europäische Zentralbank arbeitet seit Jahren an der Einführung eines digitalen Euro. Nach bisherigen Planungen soll dieser in einer digitalen Geldbörse, einer sogenannten Wallet, gespeichert und beispielsweise per Smartphone-App genutzt werden können. Verbraucher sollen damit im Handel, im Internet und möglichst auch ohne bestehende Internetverbindung bezahlen können.
Wer digital bezahlt, ist auf funktionierende Geräte, Apps, Stromversorgung und sichere IT-Systeme angewiesen. Stromausfälle, wie sie immer öfter vorkommen, könnten den Zugriff auf eigenes Geld erschweren.
Dazu erklärt der verbraucherpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Pascal Wloch:
»Der digitale Euro würde den Zahlungsverkehr grundlegend verändern. Deshalb müssen die Bürger frühzeitig, verständlich und vollständig informiert werden. Datenschutz, Freiwilligkeit, technische Sicherheit sind zu gewährleisten. Vor allem aber ist das Bargeld dauerhaft zu erhalten. Bargeld ist mehr als ein Zahlungsmittel: Es ist Ausdruck persönlicher Freiheit und Unabhängigkeit.«
Während Bargeld anonyme Zahlungen ermöglicht, hinterlassen digitale Zahlungen technische Spuren. Deshalb muss klar geregelt werden, wer Zahlungsdaten einsehen darf, wie lange sie gespeichert werden, ob Behörden Zugriff erhalten können und wie Missbrauch verhindert wird. Zahlungsdaten können sensible Rückschlüsse auf Konsumverhalten, politische Überzeugungen, religiöse Zugehörigkeit, Gesundheit oder persönliche Lebensführung zulassen.