Die Pläne der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), wesentliche Teile des Spitzensports nach Berlin und Inzell zu verlagern, lösen in Thüringen große Sorge aus. Athleten des Bundesstützpunktes Erfurt schlagen bereits öffentlich Alarm und warnen vor den Folgen für den Standort.

Sollte Erfurt dauerhaft auf die Rolle eines reinen Nachwuchsstandorts reduziert werden, drohen der Verlust von Spitzenathleten, Trainerkompetenz und sportlicher Infrastruktur. Damit steht nicht weniger als die Zukunft des Thüringer Eissports auf dem Spiel. Die AfD-Fraktion hat deshalb eine Dringlichkeitsanfrage an die Landesregierung eingebracht.

Dazu erklärt der Sprecher für den Ländlichen Raum, Heimat und Sport der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Uwe Thrum:

»Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen sollen zerstört und ein traditionsreicher Bundesstützpunkt faktisch entwertet werden. Die Landesregierung darf diesem schleichenden Kahlschlag nicht tatenlos zusehen. Jetzt ist der Zeitpunkt, sich klar und unmissverständlich zum Standort Erfurt zu bekennen. Es geht um den Erhalt einer Thüringer Erfolgsgeschichte und um die Zukunft des Eissports in unserem Freistaat.«