Gegen einen Thüringer Richter wird in Niedersachsen seit 2023 wegen des Besitzes von 1,7 Millionen kinderpornografischen und 155.000 jugendpornografischen Dateien ermittelt. Nach vorliegenden Informationen soll das Thüringer Justizministerium bereits im Mai 2025 über den Sachverhalt informiert worden sein. Gleichzeitig war der betreffende Richter noch bis vor wenigen Wochen am Sozialgericht Nordhausen tätig. Kinder- und Jugendpornografie gehört zu den schwerwiegendsten Formen des sexuellen Missbrauchs, weshalb der Schutz von Kindern und Jugendlichen höchste Priorität haben muss.

Dazu sagt Kerstin Düben-Schaumann, Sprecherin für Gleichberechtigung der AfD im Thüringer Landtag:

»Es braucht innerhalb des Justizministeriums klare Zuständigkeiten, funktionierende Informationswege und eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge. Ich fordere Justizministerin Meißner auf, der Öffentlichkeit nachvollziehbar darzulegen, wie und wann diese Information innerhalb der Behörden verarbeitet wurde.

Sie muss außerdem erklären, weshalb daraus keine unmittelbaren Konsequenzen folgten. Die Öffentlichkeit hat Anspruch auf eine vollständige und transparente Aufklärung dieses Vorgangs.«