Die Antwort der Landesregierung auf eine Dringlichkeitsanfrage der AfD-Fraktion belegt, dass seit 2020 rund 628.000 Euro Landesmittel in den Eisschnelllaufstandort Erfurt geflossen sind. Dennoch liegt weiterhin keine verbindliche Zusage für dessen Zukunft als vollwertiger Bundesstützpunkt vor.

Der DOSB sieht nach Angaben der Landesregierung keinen sportfachlichen Grund, einen der vier deutschen Stützpunkte infrage zu stellen. Das derzeitige Moratorium verschafft lediglich Zeit, die entscheidende Standortfrage bleibt offen.

Der Sprecher für den Ländlichen Raum, Heimat und Sport der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Uwe Thrum, erklärt:

»Die vielen Gespräche der Landesregierung sind ein Anfang, eine Bestandsgarantie ersetzen sie nicht. Wenn selbst der DOSB keinen sportfachlichen Grund für eine Schwächung Erfurts sieht, fehlt den Plänen der DESG jede überzeugende Grundlage. Die Landesregierung muss jetzt ein verbindliches Standortkonzept durchsetzen, das Erfurt dauerhaft für den Nachwuchs- und Spitzensport sichert. Unsere Athleten brauchen verlässliche Trainingsbedingungen und dürfen weder beim Kaderstatus noch bei ihren Sportförderstellen unter Druck gesetzt werden.«