In einem aktuellen Rundbrief präsentiert Wirtschaftsministerin Colette Boos-John die mit 127,4 Millionen Euro staatlich geförderte X-FAB-Investition sowie angekündigte Reformen und Maßnahmen zum Bürokratieabbau als wirtschaftspolitischen Aufbruch. Jörg Prophet, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, warnt davor, einen einzelnen geförderten Großinvestor zum Maßstab für die gesamte Thüringer Wirtschaft zu machen. Entscheidend sei die Lage der tausenden kleinen und mittleren Unternehmen, die Ausbildung, regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern.

Dazu erklärt Jörg Prophet, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

»X-FAB ist ein bedeutender Investitionserfolg für Erfurt, den ich ausdrücklich anerkenne. Ein mit 127,4 Millionen Euro gefördertes Großprojekt bildet jedoch nicht die Wirklichkeit des Thüringer Mittelstands ab. Deutschland erreichte 2025 nach zwei Rezessionsjahren nur ein Miniwachstum, während andere europäische Volkswirtschaften unter denselben internationalen Bedingungen deutlich stärker zulegten.

Wir brauchen wettbewerbsfähige Energiepreise, niedrigere Steuern und Abgaben, weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen sowie ein Ende des klimapolitischen Sonderwegs und des faktischen Verbrennerverbots. Förderprogramme und neue Schulden ersetzen keine wettbewerbsfähige Standortpolitik; die Ministerin beschreibt ihre Maßnahmen – wir werden ihre Ergebnisse messen.«