Die Landesregierung behauptet regelmäßig, sie habe die Meisterausbildung in Thüringen kostenfrei gemacht. Die Antwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Thomas Hoffmann belegt jedoch, dass diese Darstellung nicht der Realität entspricht. Demnach ist eine vollständige Kostenfreiheit weiterhin nicht in jedem Fall gewährleistet; insbesondere im Handwerk können nach wie vor Eigenkosten in vierstelliger Höhe verbleiben.

Die AfD-Fraktion hatte bereits im parlamentarischen Verfahren einen Antrag vorgelegt, der eine tatsächliche Kostenfreiheit der Meisterausbildung ermöglicht hätte.

Dazu erklärt Thomas Hoffmann, handwerkspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

»Die Landesregierung schmückt sich mit dem Versprechen einer kostenfreien Meisterausbildung, obwohl ihre eigene Antwort das Gegenteil belegt. Wer jungen Handwerkern und künftigen Betriebsnachfolgern öffentlich Kostenfreiheit verspricht, ihnen am Ende aber weiterhin Rechnungen über bis zu mehrere tausend Euro zumutet, täuscht die Betroffenen.

Gerade das Handwerk braucht Verlässlichkeit und keinen politischen Etikettenschwindel. Die AfD-Fraktion hat gezeigt, wie echte Kostenfreiheit möglich wäre; die Landesregierung hat sich stattdessen für eine Scheinlösung entschieden.«