Wie aus Anfragen der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD) hervorgeht, hat die Zahl der Waldjugendspiele in Thüringen in den vergangenen Jahren zugenommen. Seit 2023 wurden diese wieder in allen Thüringer Forstämtern durchgeführt, nachdem sie in den Vorjahren wegen Corona-Maßnahmen eingeschränkt wurden. Im Jahr waren es 2022 insgesamt 14 Veranstaltungen in 12 Forstämtern, 2023 47 Jugendspiele, 2024 52 und im Jahr 2025 waren es 55 Waldjugendspiele. Mit der Zunahme ging eine Steigerung der Förderung einher, die über die Finanzzuführung des Landes an die Landesforstanstalt abgegolten wird. Während die Landesregierung auf eine vorherige Anfrage antwortet, dass die Waldpädagogik in qualitativer Hinsicht gestärkt werden solle, besagt sie in ihrer aktuellen Antwort jedoch, dass die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel die Waldjugendspiele nicht abdecken. Die Veranstaltungen finanzieren sich daher auch durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Landkreisen respektive kreisfreien Städten. Daher prüfe man derzeit Möglichkeiten, die Veranstaltungen kosteneffizienter zu gestalten, so das Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten. Welche Prüfungen diesbezüglich stattfinden ist Gegenstand einer laufenden parlamentarischen Anfrage.
Nadine Hoffmann, forstpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:
»Ich warne davor, die Waldpädagogik aus Kostengründen einzuschränken, zumal die Landesregierung beteuert hat, die Qualität im Freistaat erhalten zu wollen. Denn diese Veranstaltungen stellen einen wichtigen Bestandteil der Umweltbildung junger Menschen dar und zeigen Wege einer späteren beruflichen Laufbahn im Bereich Forsten auf.«
Anhang: Kleine Anfrage »Waldjugendspiele und Waldjugendheime in Thüringen« – Waldpädagogik
Weitere Fragen zur Waldpädagogik in Thüringen – Waldpädagogik nachgefragt