Die Tourismusstrategie 2035 der Landesregierung greift zahlreiche Ziele ihrer Vorgängerstrategie erneut auf. Qualität, Digitalisierung und eine bessere Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen standen bereits in der Strategie 2025 auf der Agenda. Jan Abicht, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, begrüßt den stärkeren Blick auf das Zusammenspiel von Sehenswürdigkeiten, Unterkunft, Gastronomie und Mobilität. Die entscheidende Frage nach den wirtschaftlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Tourismusbetriebe bleibt aus seiner Sicht jedoch ungelöst.

Jan Abicht, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt:

»Thüringen hat touristisch viel zu bieten, doch von politischen Zielvorgaben allein kann kein Gastwirt seine Rechnungen bezahlen. Unsere Betriebe brauchen bezahlbare Energie, handhabbare Auflagen und zügige Genehmigungen, damit sie wieder Luft zum Investieren haben. Wer Gewinne erwirtschaftet, kann Zimmer modernisieren, Mitarbeiter besser bezahlen und seinen Betrieb für einen Nachfolger attraktiv machen.

Die Landesregierung muss sich daran messen lassen, ob sie diese Voraussetzungen tatsächlich verbessert. Der große Wurf beginnt dort, wo sich das Wirtschaften vor Ort wieder lohnt – bis dahin bleibt die Strategie 2035 vor allem eine Fortschreibung bekannter Ziele.«