Anlässlich der Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung Suhl kritisiert Daniel Haseloff, migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, die Selbstbeweihräucherung der CDU. Nach Angaben des Migrationsministeriums vom 29. Oktober wurden die letzten Bewohner nach Gera und Eisenberg verlegt.
Während die CDU eine Migrationswende versprochen hatte, wurden 2025 lediglich sieben Menschen mehr aus Thüringen abgeschoben als 2024: 450 statt 443. Im ersten Halbjahr 2026 standen 975 neu aufgenommenen Asylsuchenden nach den von der CDU selbst genannten Zahlen 271 Abschiebungen gegenüber – mehr als dreimal so viele Zugänge, ukrainische Kriegsflüchtlinge nicht mitgerechnet.
Dazu erklärt Haseloff:
»Für die Suhler ist die Schließung eine gute Nachricht; warum sich die CDU aber dafür feiern lässt, bleibt ihr Geheimnis: Die Bewohner sind jetzt in Gera und Eisenberg – so weit reicht also die versprochene Wende in der Migrationspolitik. Sieben zusätzliche Abschiebungen im Jahr 2025 sind eine dürftige Ausbeute – daraus eine Migrationswende zu machen, ist Augenauswischerei.
Thüringen braucht eine Minuszuwanderung und echte Remigration: Es müssen mehr Menschen gehen, als neu hinzukommen, statt die Unterbringung immer nur anders zu organisieren. Auf Brüssel, Berlin und diese Staatskanzlei können wir dafür nicht vertrauen; wir wollen selbst die politische Verantwortung übernehmen und diese Wende durchsetzen.«