Ein neues Gutachten mit insgesamt 265 Plagiatsfragmenten bringt Mario Voigts letzte Verteidigungslinie ins Wanken. Noch im Januar hatte Voigt öffentlich erklärt, der wissenschaftliche Kern seiner Dissertation sei unstrittig. Genau diesen Kern greift das neue Gutachten an, das heute von Björn Höcke und Dr. Stefan Weber im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde: Interviews, Empirie, Inhaltsanalyse und wissenschaftliche Eigenleistung.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass 42 Textstellen, die Voigt mit eigenen Experteninterviews belegt haben will, wörtlich oder sinngemäß aus nicht zitierten Quellen übernommen worden sein sollen. Wer so mit Wahrheit, Wissenschaft und öffentlichem Amt umgeht, ist als Ministerpräsident nicht mehr tragbar.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, erklärt dazu:

»Mario Voigt hat seinen Doktortitel verloren, aber die Täuschung steht weiter im Raum. Das neue Gutachten beschreibt kein Versehen: Texte wurden übernommen, Quellenfehler mitkopiert, Interviewverweise vorgeschoben und wissenschaftliche Eigenleistung offenbar nur behauptet. Voigt hat der Öffentlichkeit gesagt, der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei unstrittig. Genau dieser Kern ist kaum vorhanden.

Ein Ministerpräsident, der so mit Wahrheit und Verantwortung umgeht, ist nicht mehr tragbar. Mario Voigt muss zurücktreten.«

Das Gutachten ist hier zum Download erhältlich.